Aus dem Squaring-Gedanken wird ein Werkzeug: feste Linien, die je ein Verhältnis von Preis zu Zeit verkörpern. Die 1×1 ist ihr Herz — die Linie, an der sich Stärke und Schwäche eines Trends entscheiden. Verankern Sie den Fächer und kippen Sie die Skala selbst.
2×1 „zwei Preiseinheiten je Zeiteinheit" (steiler), die 1×2 „eine Preiseinheit je zwei Zeiteinheiten" (flacher). Der Winkel ist also Geometrie gewordene Geschwindigkeit." data-en="A Gann angle is no ordinary trend line. It stands for a fixed ratio of price and time: the 1×1 means „one price unit per time unit", the 2×1 „two price units per time unit" (steeper), the 1×2 „one price unit per two time units" (flatter). The angle is thus speed turned into geometry.">Ein Gann-Winkel ist keine gewöhnliche Trendlinie. Er steht für ein festes Verhältnis aus Preis und Zeit: Die 1×1 bedeutet „eine Preiseinheit je Zeiteinheit", die 2×1 „zwei Preiseinheiten je Zeiteinheit" (steiler), die 1×2 „eine Preiseinheit je zwei Zeiteinheiten" (flacher). Der Winkel ist also Geometrie gewordene Geschwindigkeit.
Der Fächer entspringt einem Pivot. Schalten Sie Winkel ein oder aus, kippen Sie mit der Skala den ganzen Fächer und beobachten Sie, auf welcher Seite der 1×1 der Kurs läuft. Das ist die Kernfrage: über der 1×1 ist der Trend stark, darunter schwach.
Unter allen Winkeln hat die 1×1 einen Sonderrang. Gann nannte sie die wichtigste Linie überhaupt: Solange der Kurs über ihr notiert, ist der Aufwärtstrend intakt; fällt er darunter, ist die Balance gekippt — und die Zeit hat den Preis „überholt".
Der Kurs gewinnt mehr Preis, als Zeit vergeht. Steile Winkel (2×1, 4×1) wirken als Stützen. Rücksetzer enden früh — ein gesunder, getragener Trend.
Die Zeit läuft dem Preis davon. Der Kurs kann die 1×1 nicht halten und fällt zu flacheren Linien. Aus Stärke wird Zähigkeit — oft Vorbote einer Wende oder langen Seitwärtsphase.
Wie steil die 1×1 auf dem Chart liegt, hängt allein von der gewählten Preis-Zeit-Skala ab — derselbe Kurs kann auf einer anderen Skala ganz anders zur 1×1 stehen. Deshalb verlangt der Fächer eine bewusste, zum Markt passende Skalierung. Er liefert Orientierung, kein automatisches Signal.
Der Fächer macht die Squaring-Idee handhabbar — als Familie von Linien rund um den Pivot.
Jede Linie verkörpert ein festes Preis-Zeit-Verhältnis. 1×1 ist Gleichgewicht, steiler ist schneller, flacher ist langsamer.
Über der 1×1 lebt der Trend, darunter wankt er. Sie ist die letzte Verteidigungslinie zwischen Stärke und Schwäche.
Der Fächer ist nur so gut wie die Skala. Wählen Sie sie passend — und nutzen Sie die Linien als Orientierung, nicht als Befehl.